Das Zünden der “Chanuka-Lichter” am ‘Erew Schabbat’

Datum: | Autor: Rav Chaim Grünfeld | Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag
Lichter

Die Zeit des Anzündens

Am Erew Schabbat zündet man die Chanuka-Lichter an, solange es Tag ist, also kurz vor der Zeit, an der die Schabbat-Lichter gezündet werden. Zuerst entzündet man die ‘Nerot-Chanuka’ und dann die Schabbat-Lichter[1]. Obwohl an den anderen Tagen von Chanuka die Lichter erst nach Sonnenuntergang oder zu Beginn der Nacht gezündet werden, ist dennoch am Erew Schabbat das Zünden am Tag ”koscher”, da man keine andere Wahl hat. Man kann die Lichter nicht später zünden, daher beginnt die Pflicht schon am Tag.

Auch die ‘Berachot’ (Segenssprüche) können dann ohne weiteres gesagt werden, weil das ”Anzünden der Lichter‟ um diese Zeit nicht weniger wert ist als jede andere Vorbereitung auf eine Mizwa (‘Mach’schire Mizwa’), wie zum Beispiel der Bau einer Sukka in den 30 Tagen vor Sukkot, wo gemäss dem alten Brauch zur Zeit der ‘babylonischen Amoräer’ (Talmud Bawli) die Beracha ”Schehechejanu‟ und laut dem ‘Talmud Jeruschalmi’ auch ”la’asot Sukka” gesagt wurde, obwohl zu jenem Zeitpunkt die eigentliche Mizwa noch nicht ausgeführt wird![2]

Eine andere Erklärung ist, dass die Mizwa von ”Ner Chanuka” eine Verordnung der Rabbanan ist und sie beim Verordnen des achttägigen Zündens sich ja von vornherein über das Problem des Zündens am Erew Schabbat im Klaren waren. Folglich hatten sie von Anfang bestimmt, dass im Gegensatz zu allen anderen Tagen am Erew Schabbat der Zeitpunkt des Zündens nicht in der Nacht, sondern ”vor‟ dem Sonnenuntergang liegt[3].

So wird auch die folgende, interessante Frage beantwortet:

Es ist klar, dass wenn man am Erew Schabbat vor Sonnenuntergang zündet, dabei auch die Beracha ”Lehadlik Ner Chanuka” spricht, weil ‘Birkat haMizwot’ unmittelbar vor der Ausführung der Mizwa gesagt werden müssen (עובר לעשייתן)[4]. Weshalb aber sagt man dann auch die Birkat ”Sche’assa Nissim” – und ”Schehechejanu” am ersten Abend – und nicht erst später nach Nacht? Diese sind doch ‘Birkat haSchwach’ (Segenssprüche des Lobes), die man ja auch nach der Erfüllung der Mizwa sagen kann, um Haschem zu loben[5]. Wir müssen daher davon ausgehen, dass Chasal am Erew Schabbat einen anderen Zeitpunkt als sonst für das Zünden verordnet hatten und daher bereits am Freitagnachmittag, obwohl es noch Tag ist, gezündet und gleich alle Berachot gesagt werden[6].

Auf jeden Fall dürfen die Chanuka-Lichter nicht vor ”Plag haMincha” gezündet werden, also 11/4 Stunden (‘Schaot Smanijot’) vor dem Anfang der Nacht[7].

Es soll jedoch so nahe wie möglich an Schabbat-Eingang (‘Schkia’) gezündet werden[8]. Deshalb sollte der Mann die Chanuka-Lichter kurz vor dem Anzünden der ‘Nerot Schabbat’ durch seine Frau entzünden[9]. Wenn möglich (‘lechatchila’) sollte die Frau mit dem Anzünden der Schabbat-Lichter warten, bis der Mann mit dem Entzünden aller Nerot-Chanuka fertig ist[10]. Wenn die Zeit jedoch zu knapp ist, wie zum Beispiel, wenn mehrere Lichter angezündet werden müssen, so kann die Frau gleich nach dem Entzünden des ersten Chanuka-Lichts die ‘Nerot Schabbat’ anzünden[11] (Jedenfalls muss sie nicht warten, bis auch alle Kinder fertig gezündet haben). Wenn die Zeit selbst dafür nicht reicht, kann sie die Schabbat-Lichter entzünden, bevor der Mann die Chanuka-Lichter anzündet[12]. Falls jedoch zu früh am Tag gezündet wurde, müssen die Lichter gelöscht und nach dem ‘Plag’ nochmals mit einer Beracha angezündet werden[13].

In Jeruschalajim, wo normalerweise die Schabbat-Lichter 40 Minuten vor der ‘Schkia’ gezündet werden, gibt es am Erew Schabbat Chanuka unterschiedliche Minhagim: Manche zünden sie weiterhin 40 Minuten vor dem Schabbat und die Chanuka-Lichter gleich davor[14] an, während andere die Chanuka-Lichter erst 25 Minuten vor ‘Schkia’ und gleich danach die Schabbat-Lichter zünden, damit die ‘Nerot Chanuka’ so nahe wie möglich vor Sonnenuntergang gezündet werden[15].

Da Erew Schabbat Chanuka zu den kürzesten Freitagen gehört und die Vorbereitungen zahlreich und zeitaufwendig sind, ist es empfehlenswert, die Schabbat- und Chanuka-Lichter bereits am frühen Tag, wenn nicht gar schon am Donnerstagabend, vorzubereiten.

Man erzählt von Rabbi Chajim Zanvil Abramovitz, der Ribnitzer Rebbe sZl., dass er schon die ganze Woche vor Schabbat Chanuka in Eile war und seinem Gabbai sagte: „Lass uns täglich früher mit dem Dawenen beginnen, damit wir am Erew Schabbat rechtzeitig zum Zünden der Chanuka-Lichter kommen!”[16] Der Bialer Rebbe, Rabbi Jechiel Jehoschua Rabinowitz sZl., hielt aufgrund dieser Zeitknappheit gar den Minhag, dass am Erew Schabbat nur der ”Hausherr” die Chanuka-Lichter anzündet und die ganze Familie damit ‘joze’ ist (ihre Pflicht erfüllt)[17].

Hat es jemand nicht geschafft, die Chanuka-Lichter vor dem Schabbat-Eingang (‘Schkia’) zu zünden, so soll er, falls er die ‘Nerot-Chanuka’ von jemanden anderen sieht, die Birkat ”Sche’assa Nissim” sprechen und am ersten Abend auch ”Schehechejanu”[18].

Chanukija, Polen, ca. 1870
Chanukija, Polen, ca. 1870

Welche Lichter haben Vorrang?

Laut manchen Rischonim müssen die Schabbat-Lichter vor den ‘Nerot-Chanuka’ gezündet werden; Sie begründen dies anhand der Regel ”Tadir weSche’eno Tadir, Tadir kodem[19], dass eine regelmäßig vorkommende Mizwa vor einer seltener ausgeführten Mizwa Vorrang hat[20]. Da man ja noch die Chanuka-Lichter zünden muss, wird mit dem Zünden der ‘Nerot Schabbat’ noch kein Arbeitsverbot auf sich genommen[21]. Andere hingegen erklären, dass in diesem Fall die erwähnte Regel gar nicht angeht, da solange man die ‘Nerot-Chanuka’ nicht gezündet hat, der Zeitpunkt der Schabbat-Lichter noch nicht gekommen ist[22].

Interessant ist die Empfehlung des Pri Megadim, der um diesen Konflikt aus dem Weg zu gehen, vorschlägt, sich dem Ort, an dem man die Chanuka-Lichter anzünden möchte, so zu nähern, dass man nicht am Ort der bereit stehenden Schabbat-Lichter vorbeigeht. Die beiden Lichter sollen daher (wenn möglich) nicht am selben Ort stehen, oder man solle die ‘Nerot-Schabbat’ erst nach dem Zünden der Chanuka-Lichter vorbereiten[23]. Die Posskim aber bemerken, dass es aufgrund der Zeitknappheit nicht der übliche Minhag ist, darauf Rücksicht zu nehmen[24].

Jedenfalls entscheidet der Schulchan Aruch, wie bereits zu Beginn erwähnt wurde, dass die Chanuka-Lichter zuerst gezündet werden.

Dies gilt auch dann, wenn die Frau – wie es dem üblichen Minhag entspricht – die ‘Nerot-Schabbat’ anzündet und nicht der Mann. Theoretisch könnte sie zwar zuerst die Schabbat-Lichter anzünden und später ihre Mizwa der ‘Nerot Chanuka’ durch das Entzünden ihres Mannes erfüllen, auch wenn sie bereits [mit dem Zünden der Schabbat-Lichter] den Schabbat empfangen hat, aber trotz dessen ist es der ‘Minhag’, die Chanuka-Lichter vor den ‘Nerot-Schabbat’ anzuzünden.

Manche begründen dies auf halachische Weise: Da der Mann, was die der Chanuka-Lichter angeht, ein ‘Schliach’ (Bote) der Frau ist, muss man (‘lechatchila’) die Lichter entzünden, bevor die Frau den Schabbat empfangen hat[25]. Eine andere Erklärung ist, dass die Chanuka-Lichter sich aufgrund ihres Status des ”Pirssum haNess‟, dass sie zur ”Verbreitung des Wunders‟ beitragen, sich in gewisser Weise einer grösseren Beliebtheit als die Schabbat-Lichter erfreuen[26].

Auf kabbalistische Weise wird diese Reihenfolge mit der Wichtigkeit der Schabbat-Lichter erklärt, die “Höher” als die Chanuka-Lichter sind. Würde man also diese zuerst zünden, so wäre die geistige Bedeutung und Auswirkung (Kawana) der ‘Nerot Chanuka’ bereits in denen von Schabbat eingeschlossen und hätten keinen Sinn oder Notwendigkeit mehr. Zündet man aber die von Chanuka zuerst, so sind sie wie eine ‘Hachana’ (Vorbereitung) auf die Schabbat-Lichter[27]. In diesem Sinn erklärte Rabbi Schmuel Schmelke haLevi Horowitz sZl., der Rav von Nikolsburg (Mähren), weshalb am ‘Mozae Schabbat’ zuerst ”Hawdala‟ gemacht werden muss und erst danach die Chanuka-Lichter angezündet werden[28]. Denn solange die Heiligkeit des Schabbat anhält, werden die ‘Nerot Chanuka’ nicht benötigt[29]. Aus diesem Grund entscheidet auch die Halacha im Fall, wenn jemand nicht über genügend Geld für beide ‘Lichter’ verfügt, dass die Schabbat-Lichter Vorrang haben[30].

Jedenfalls zündet der Mann die Chanuka-Lichter auch dann an, wenn die Frau die Schabbat-Lichter bereits gezündet hat, denn er empfängt den Schabbat nicht durch das Zünden ihrer Lichter.

Falls der Mann beide Lichter selbst zünden muss, haben selbstverständlich auch dann die ‘Nerot Chanuka’ Vorrang[31]. Hat er jedoch versehentlich zuerst die Schabbat-Lichter angezündet, darf er trotzdem (bedi’ewed) danach noch die Chanuka-Lichter anzünden [falls er nicht beabsichtigt hatte, mit beim Zünden der ‘Nerot Schabbat’ den Schabbat auf sich zu nehmen][32].

Wenn aber eine Frau beide Lichter selbst anzündet und irrtümlich zuerst die Schabbat-Lichter angezündet hat, so darf sie die ‘Nerot Chanuka’ nicht mehr selbst anzünden, weil sie bereits mit dem Zünden der ‘Nerot Schabbat’ den Schabbat empfangen hat[33]. Sie kann jedoch jemanden bitten, die Chanuka-Lichter für sie anzuzünden. Sie hört dann von ihm die erste Beracha von ”Lehadlik Ner” und antwortet darauf ”Amen”. Die anderen beiden Berachot (”Sche’assa Nissim‟ und ”Sche’hechejanu‟ am ersten Abend) kann sie dann selber sagen[34]. Falls sie aber niemanden dafür bitten kann, kann sie notfalls die ‘Nerot-Chanuka’ selber anzünden, da es dann wie ein irrtümliches ‘Kabbalat-Schabbat’ betrachtet wird[35].

Tefilat Mincha vorher oder nachher?

Manche halten, dass man, wie an jedem Abend auch am Erew Schabbat die Chanuka-Lichter nach der ”Tefilat Mincha” zu zünden[36] solle. Man begründet dies damit, dass die zum nächsten Abend gehörenden ‘Nerot Chanuka’ mit der Tefilat Mincha des heutigen Tages im Widerspruch steht (תרתי דסתרי). Folglich soll zuerst ‘gedawent’ und danach gezündet werden[37]. Andere erklären, dass die Tefilat Mincha der Darbringung des ”Korban Tamid” des Abends entspricht[38] und die Chanuka-Lichter ein Andenken an das Anzünden der Menorah im ‘Bet haMikdasch’ sind, sollen diese – wie beim Korban Tamid[39] – erst nach Mincha angezündet werden[40].

Deshalb haben manche den Minhag, am ‘Erew Schabbat Chanuka’ Mincha bereits am frühen Nachmittag (‘Mincha Gedola’) zu dawenen, um danach ohne Zeitdruck die Chanuka-Lichter anzünden zu können[41]. Für diese Reihenfolge wird folgender ‘Remes’ (Orientierungshilfe) zitiert: מנחה, sind die Anfangsbuchstaben von M-incha, N-erot Ch-anuka und H-adlaka (Nerot Schabbat)[42].

Viele hingegen zünden auch am Erew Schabbat zuerst die Chanuka-Lichter und dawenen Mincha zur gewohnten Zeit[43].

Die erwähnten Gründe derjenigen, die unbedingt vor Mincha zünden, bilden nämlich keine ernsthaften halachischen Einwände, die den Minhag derer, die zuerst zünden und danach Mincha dawenen, in Frage stellen könnten[44].

Ferner muss bemerkt werden, dass sich infolge der veränderten Lebensumstände der Minhag mancher Gemeinden im Lauf der Zeit änderte: Obwohl es der Minhag des Mahari”l und anderer aschkenasischen Gemeinden war, die Lichter vor Mincha zu zünden[45], konnte man dies nur in einem Dorf oder in einer Kleinstadt tun. In Großstädten dagegen, wo die Jehudim weit entfernt von der Schul wohnten, war es vorteilhafter, die umgekehrte Reihenfolge anzuwenden und Mincha früher zu dawenen.

Die Posskim warnen jedoch davor, dass man wegen dem späten Zünden der Chanuka-Lichter nicht die Tefilat Mincha ”beZibbur‟ verpasse[46]. Allerdings gab es ‘Gedolim’, die in diesem Fall (‘lechatchila’) zu Hause dawenten, weil ihnen das Zünden vor Mincha wichtiger schien[47], was von den erwähnten Posskim aber bestritten wird[48].

Auf jeden Fall wird beim ‘Mincha’ am Erew Schabbat, der auf Erew Chanuka fällt, kein ”Al haNissim” gesagt, sogar wenn man schon die Chanuka-Lichter angezündet hat![49]

Chanukija, Berlin, ca. 1815
Chanukija, Berlin, ca. 1815

Der Ort des Anzündens

Wer die Chanuka-Lichter am selben Ort (Zimmer) wie die ‘Nerot Schabbat’ zündet, sollte (‘lechatchila’) darauf achten, den Schabbat-Leuchter und die Kerzen erst nach dem Zünden der Chanuka-Lichter auf den Tisch zu stellen und vorzubereiten, um sie nicht zu ”beschämen”[50]. Gemeint ist damit, dass die angezündeten ‘Nerot- Chanuka’ bedeuten, dass bereits der nächste Abend gekommen ist und der Schabbat somit begann, noch bevor die Schabbat-Lichter überhaupt gezündet wurden[51]. Werden die ‘Chanuka-Lichter’ aber in einem anderen Raum angezündet, so können die ‘Nerot Schabbat’ davor problemlos wie üblich auf den Tisch gestellt und vorbereitet werden[52].

Die Chanuka-Lichter sollen nicht neben eine Türe gestellt werden, die am Schabbat geöffnet und geschlossen werden muss, oder an eine Stelle stehen, an der man ständig vorbeigeht oder an einem Ort, wo es sonst Durchzug gibt, damit kein Problem von ”mechabe‟ (Feuer löschen) aufkommt[53].

Wenn die Menorah auf einem Stuhl steht und befürchtet werden muss, dass spielende Kinder sie umstoßen, so darf der Stuhl dennoch am Schabbat nicht weggeschoben werden.

Wer aber vor Schabbat auf den Stuhl (nicht auf die Menorah selber) eine Sache legt, deren Benutzung am Schabbat erlaubt ist, und die wichtiger als die Menorah ist, wie zum Beispiel eine Challah, die am Schabbat benötigt wird, der darf den Stuhl von seinem Ort rücken[54]. Dieselbe Methode wird von vielen auch auf den Schabbat-Tisch, auf dem die Lichter angezündet werden, angewendet, bei dem man dann darauf achtet, die Challot unbedingt vor dem Zünden der Schabbat-Lichter auf den Tisch zu legen, damit der Tisch nicht als Basis (בסיס) und Unterlage eines Gegenstands der ”Mukzah‟ ist, sondern auch eines erlaubten Gegenstands (בסיס לאיסור ולהיתר) und er notfalls auch am Schabbat bewegt werden darf[55].

Jedenfalls kann ein einfaches ‘Sefer’ (Buch) nicht immer als der Menorah ebenbürtig bezeichnet werden, da dessen Gebrauch nicht immer so wichtig ist. Daher wird eine für die Se’udah benötigte Challa bevorzugt[56]. Wie verhält es sich aber, wenn auf dem Schabbat-Tisch ein Silberleuchter oder auf dem Stuhl eine echte silberne Menorah steht, die beträchtlich wertvoller als eine ”Challa‟ sind?

Manche Posskim sind nämlich der Ansicht, dass ”die momentane Wichtigkeit‟ des erlaubten Gegenstands die Messlatte gegenüber dem Mukzah-Gegenstand ist. Deshalb genügt es eine Challa, die man zur Se’udah braucht, auf den Tisch/Stuhl auf den der Leuchter steht hinzulegen, da diese momentan wichtiger als der Leuchter ist.

Denn man könnte notfalls auch im Dunkeln essen, die Hauptsache ist, dass man Brot zu essen hat![57]

Andere vertreten die Meinung, dass der erlaubte Gegenstand auch ”dem effektiven Wert‟ des Mukzah-Gegenstands zumindest ebenbürtig sein muss. [Insbesondere da der Stuhl, auf dem die der Menorah steht und der nicht zum Essen gebraucht wird, nicht mit dem Schabbat-Tisch vergleichbar ist, der von Anfang an für die Benutzung bei der Se’udah bestimmt ist.] Deshalb verlangen sie, dass man bei einer silbernen Menorah eine echte Golduhr oder wertvollen Schmuck auf den Stuhl oder Tisch hinlegt (die danach am Schabbat benutzt werden)[58]. So führte man sich auch bei Rabbi Jecheskel Halberstamm sZl., dem Schinaver Raw, dass die Frauen ihren Schmuck auf das Tischchen, auf dem die Menorah stand, ablegten[59].

Raw Nissim Kareliz sZl. fügte jedoch hinzu, dass selbst in diesem Fall der Tisch nur dann bewegt werden darf, wenn man entweder den Tisch/Stuhl an einem anderen Ort braucht oder er an dieser Stelle im Weg steht und man nicht genügend Platz zum Durchgehen hat (צורך מקומו) [oder auch wenn man z.B. nur die Türe schliessen muss[60]], aber nicht um die Menorah vor Schaden zu bewahren[61].

Einige Posskim hingegen bestreiten den ‘Heter’ (Erlaubtsein) des Wegtragens der Chanuka-Lichter[62].

Jedenfalls gilt dieser ‘Heter’ nur bei einem Möbelstück und nicht für das Wegtragen eines Tabletts, auf der die Menorah und der Schmuck liegen, da dieses Tablett eindeutig nur für den Gebrauch der Menorah bestimmt ist und man darauf normalerweise nie andere Dinge, wie z.B. Schmuck oder ein ‘Sidur’, ablegt[63]. Falls die Lichter noch brennen, darf der Stuhl allerdings nur dann verschoben werden, wenn man sicher ist, dass man bei vorsichtiger Bewegung die Lichter nicht auslöscht[64].

Manche sind der Ansicht, dass wenn die Menorah an einem unsicheren Ort gezündet wurde, es erlaubt ist, sie gleich nach dem Zünden an einem sicheren Ort wegzutragen[65]. Gemäss dem allgemein akzeptierten Minhag jedoch, wird darauf geachtet, dass die Lichter am Ort, wo sie angezündet wurden, mindestens bis eine halbe Stunde nach dem Nachtanfang, stehen zu lassen. Einige ”Admorim‟ stellten einen ‘Schomer’ (Hüter) hin, der während der Tefila auf die Menorah acht gab, dass mit ihr nichts geschah[66]. Andere zündeten deshalb am Erew Schabbat am Fenster, obwohl sie an den anderen Abenden die Lichter neben der Türe zündeten[67].

Alte Chanuka-Lichter des R. Jisrael Friedmann sZl., den zweiten Sadigerer Rebbe, ca. 1890
Alte Chanukija des R. Jisrael Friedmann sZl., den zweiten Sadigerer Rebbe, ca. 1890

Die Anzahl der Lichter

Besitzt jemand nur ein einziges Licht, so muss er es für den Schabbat benutzen, da der ‘Schalom Bajit’ (Aufrechterhaltung des Hausfriedens) wichtiger ist. Denn ohne Licht sieht man nichts beim Essen, oder man könnte in der Wohnung im Dunkeln stolpern. Wer aber nicht genug Geld hat, um zugleich Kidusch-Wein und ein Chanuka-Licht zu kaufen, so hat das ‘Ner Chanuka’ wegen dem ‘Pirssum haNess’ Vorrang[68]. Manche Posskim vertreten jedoch die Meinung, dass heutzutage, da man in der Wohnung sowieso elektrisches Licht brennen hat und der ”Schalom Bajit” dadurch nicht mehr gefährdet ist, die Chanuka-Lichter auf alle Fälle Vorrang haben[69].

Jedenfalls kann ein Licht nicht gleichzeitig für Chanuka und Schabbat verwendet werden, denn die Benutzung (הנאה) des Chanuka-Lichtes ist, sogar für den Zweck einer Mizwa wie für die Se’udah Schabbat oder ‘Keriat haTorah’, nicht gestattet [70].

Besitzt jemand am Erew Schabbat Chanuka, der auf den zweiten Abend Chanuka fällt, insgesamt nur drei Kerzen anstatt vier, so soll er zwei Kerzen für die Chanuka-Lichter verwenden, während für den Schabbat auch eines genügt. Denn obwohl im Schulchan Aruch der Minhag erwähnt wird, für den Schabbat mindestens zwei Lichter entsprechend ‘Sachor weSchamor’ zu zünden, so ist dies nur ein Minhag[71]. Laut der Halacha hingegen genügt schon ein Licht, weil damit bereits für den Erhalt des ‘Schalom Bajit’ gesorgt ist und man im Haus und beim Essen etwas sieht.

Am Chanuka hingegen, obwohl notfalls auch nur ein Licht genügen würde[72], sind mehrere Lichter ein ‘Hidur Mizwa’ (Verschönerung der Mizwa), da so zum ”Pirssum haNess” beigetragen wird[73].

Am dritten Abend hingegen, an dem zwei Lichter für Chanuka sowieso zu wenig sind, soll man für das ‘Ner Chanuka’ nur ein Licht verwenden und für Schabbat zwei[74].

Öllampe aus Terrakotta, ca. 2000 Jahre alt
Öllampe aus Terrakotta, ca. 2000 Jahre alt

Die Größe der Lichter

Es muss darauf geachtet werden, dass genügend Öl oder grosse Kerzen verwendet werden, damit die Lichter mindestens bis eine halbe Stunde nach Beginn der Nacht brennen[75]. Manche machen daher dünnere Dochte für Schabbat, damit sie länger brennen[76]. Auch der „Schamesch” soll so gross sein, dass er bis zu diesem ‘Schiur’ brennt[77]. Wer ein zu kleines Licht zündet, könnte eine „Bracha leWatala” (unnötigen Segensspruch) gesagt haben[78]. Wer aber nicht über genügend Öl oder grosse Kerzen verfügt, soll wenigstens eines der Lichter mit ausreichend Brennstoff versehen[79], und gleich nach der ‘Beracha’ dieses Licht als erstes zünden[80].

Wer nur kleine Kerzen besitzt, von denen kein einziges den nötigen ‘Schiur’ lang (bis eine halbe Stunde nach Nachtanfang) brennen kann, der erfüllt nach einigen Meinungen dennoch seine Pflicht, wenn sie wenigstens eine halbe Stunde lang nach dem Anzünden brennen, obwohl es dann noch Tag ist[81]. Andere Posskim sind damit aber nicht einverstanden[82]. Man entscheidet daher, auf zu kleine Kerzen keine ‘Beracha’ beim Anzünden zu sagen.

Falls man dann vor Sonnenuntergang noch genügend grosse Kerzen oder mehr Öl erhält, können dann diese nochmals mit Beracha angezündet werden[83].

Wer nur eine Menorah mit ziemlich kleinen Ölbehältern besitzt, so dass daher die Möglichkeit besteht, dass sie noch vor Nacht erlöschen, soll als ”Schamesch” eine grosse Kerze oder ein anderes Licht verwenden, das sicher einige Stunden lang brennt. Er muss dann vor dem Zünden einen ”Tnai” (Bedingung) aussprechen, dass der Schamesch als ”Ner schel Mizwa” gelten soll, falls die Lichter der Menorah zu früh erlöschen. Auf diese Weise besitzt man auch im Notfall wenigstens ein Licht, das lange genug brennt[84].

Bei einem ‘Chinuch’-pflichtigen Jungen (6-7 Jahre) genügt es, wenn wenigstens eines der Lichter so gross ist, dass es bis eine halbe Stunde nach Nacht brennt (und diese zündet er gleich nach der Beracha an). Für die restlichen Lichter darf man auch kleinere verwenden[85].

Hat man genügend grosse Lichter angezündet und sie sind noch vor Schabbat-Eingang erloschen, so ist es nicht notwendig, sie wieder anzuzünden[86].

Wer sie dennoch anzünden möchte, darf jedenfalls die ‘Beracha’ nicht wiederholen[87]. Laut der Meinung mancher ist man jedoch verpflichtet, vor dem Schabbat die erloschenen Lichter wieder (ohne Beracha) anzuzünden[88]. Die Posskim entschieden daher, dass es richtig wäre, ‘machmir’ (strenger) zu sein und die Lichter wieder zum Brennen zu bringen[89]. Hat man bereits den Schabbat empfangen, so kann man vor der ‘Schkia’ einen anderen bitten, für ihn die Lichter wieder anzuzünden[90].

Tefilot und Semirot am Erew Schabbat

Da die Zeit am Erew Schabbat knapp ist und, wie oben erwähnt wurde, so nahe wie möglich vor Schabbat-Eingang gezündet wird, ist es der allgemeine Minhag, das Sagen der verschiedenen Tefilot und Semirot vor und nach dem Zünden abzukürzen und nicht wie am Wochentag die erste halbe Stunde zu Hause zu verweilen. Es ist jedoch üblich, zumindest die Tefilat ”haNerot haLalu” zu sagen, die gleich nach dem Zünden des ersten Lichts gesagt wird, da diese zum Zünden gehört und später (während der Se’udat Schabbat) etwas unangebracht erscheint[91]. Manche Gedolim pflegten aber auch die Tefilat ”haNerot haLalu” erst nach ihrer Rückkehr von Schul zu sagen. Dies wird damit begründet, dass sie früher als sonst nach Hause kamen (da sie ‘Mincha’ bereits zu früher Stunde und vor dem Zünden der Chanuka-Lichter dawenten). Folglich fanden sie Chanuka-Lichter noch brennend vor[92].

Andere sagen auch am Erew Schabbat alle Tefilot und Semirot nach dem Anzünden wie gewohnt[93], oder nur teilweise, zumindest aber etwas schneller als sonst, je nach der noch verbleibenden Zeit[94].

In manchen aschkenasischen Gemeinden wird ”Maos Zur” in der Schul gleich nach Ma’ariw gesungen[95].

In Worms wurde es zwar nicht in der Schul, jedoch zu Hause ”vor” Kidusch gesungen[96]. Andere hingegen singen ”Maos Zur”, wie auch die restlichen Semirot Chanuka während der Se’udat Schabbat[97].

Miniatur-Chanukija für die Reise
Miniatur-Chanukija für die Reise
  1. Tur, Schulchan Aruch und Rem”o (O”Ch 679,1) gemäss Minhage R. Awraham Klausner 70 und R. Eissik von Tirnau (Chanuka S. 137), Sidur Raschi 316, Machsor Vitry 237, Rokeach, Mate Mosche 992, Kol-Bo 44, Schibole haLeket 185 und Rawij”o Bd3/843 u.a. [Weitere Quellen siehe im nächsten Kapitel].
  2. Bet Josef 679 und Sde Chemed (Ma’arechet ‘Chanuka’ 16) gemäss Terumat haDeschen 102 und Aruch haSchulchan (679,4)
  3. Chid”o in Birke Josef (672,1), Schu”t Binjan Schlomo-Kohen 52, Chatam Sofer (zu Schabbat 21b und Schu”t Bd6/7), Schu”t Zur Jakow (Bd2/136) und Schu”t Igrot Mosche (O”Ch 4, 62).
  4. Psachim 7b
  5. Ro”sch zu Berachot (9,23). Der Sde Chemed führt jedoch aus, dass dies nicht die Meinung aller Posskim ist.
  6. Sde Chemed (Ma’arechet Chanuka 16) und Schu”t Diwre Jisrael (-Veltz, 209) gemäss Chatam Sofer ibid.
  7. Kol-Bo 44, Ba’ch (Tur 672), Magen Awraham (679,2 und 672,2), Pri Chadasch und Elja Rabba, Chaje Adam (154,35), Kizur Schu”A (139,17), Derech haChajim, Aruch haSchulchan ibid. und Mischna Berura (679,2 und 672,3). Siehe ferner Schulchan Aruch (O”Ch 263,4), dass auch die Schabbat-Lichter nicht vor ”Plag haMincha‟ gezündet werden dürfen.
  8. Pri Megadim (673 M”S 9), Schu”t Igrot Mosche (-Feinstein, Bd4/62), Raw Eljaschiw (Pninej Chanuka Kap.5/S.152) und ausführlich Schu”t Mekadesch Jisrael (-Harpenes, Chanuka 252)
  9. Igrot Mosche ibid. gemäss Me’iri zu Schabbat
  10. Raw Mosche Feinstein (Schmuot Mosche 679,1 gemäss Moadej Jeschurun Kap.1 §122)
  11. Ben lsch Chai (P. Wajeschew 20), Pisske Teschuwot (679, 1), Nitej Gawriel zu Chanuka (44, 1) und Minhag Erlauer Raw sZl. (Imre Sofer 11/8,7)
  12. Schut Mekadesch Jisrael (-Harpenes, Chanuka 257), Luach Dwar Jom beJomo u.a.
  13. Kaf haChajim 679,5 und Mischna Berura (Scha’ar haZijun 679,4 und 672,4) gemäss Rem”o (263,4). Siehe auch Pri Chadasch (Ende 679). Siehe hierzu ausführlich in Schu”t weHerim haKohen (-Cohen, Bd4/O”Ch 8)
  14. Moadim uSmanim (-Sternbuch, Bd2/152) im Namen alter jeruschalaimer Jiden, Hejchal Hora’ah (-Brandesdorfer, Bd2/100), Minhag des jeruschalaimer Raw RM”A Freund sZl., Erlauer Raw sZl. (Imre Sofer 11/8,2) und Toldot Aharon (Sechor leAwraham Bd3/59,33), ebenso Minhag des R. Jecheskel Lewenstein sZl., der zwar in Bnei Berak wohnte sich jedoch gemäss Minhag Jeruschalajim führte (Moadim uSmanim Bd8/S.37)
  15. Moadim uSmanim ibid. gemäss der Ansicht vieler Rischonim und des Wilnaer Gaon, und ebenso im Namen des Brisker Raw sZI. (ibid. Bd6/84), Luach Erez Jisrael (-Tucazinsky), Minhag Bels (‘Betcha na’awa Kodesch zu Nissan Bd1/S.25 und Luach Dwar Jom beJomo) und Minhag des Raw S.S. Auerbach sZI. (Halichot Schlomo Bd2/Kap.16 §67). Siehe hierzu auch Pisske Teschuwot (679,1/2-3) und Schu”t Mekadesch Jisrael (-Harpenes, 252).
  16. Pninej Minhag (-Tessler, Chanuka Bd3/S.61)
  17. Pninej Minhag (ibid. S.64)
  18. Raw Nissim Kareliz (Kuntras ‘Dine Hadlakat Nerot Chanuka’ von Raw J.A. Dünner, 9,2/§2) gemäss Schulchan Aruch (676,3), denn diese Anordnung von Chasal gilt auch für Schabbat-Abend. [Allerdings streiten sich viele Posskim darüber, ob diese Möglichkeit nur für die Zeit vor ‘Schkia’ gilt oder auch nach dem Nachtanfang. Siehe ausführlich Kerem Elieser zu Chanuka 36,27-32]. Jedenfalls darf man nicht (anders als bei den Schabbat-Lichtern, Schu”A 342,1) einen Nochri während dem Sonnenuntergang bitten, die Chanuka-Lichter für ihn anzuzünden. Denn bei Chanuka wird die Mizwa gleich mit dem Anzünden erfüllt (Hadlaka osseh Mizwa) und ein Nochri ist nicht als ‘Schliach’ zulässig (siehe M”B 263,21). – [Siehe jedoch Schu”t Chessed leAwraham Bd2/80 und Schu”t Mat’ame Jizchak Bd1/47].
  19. Berachot 51b
  20. Ramba”n und Raschb”o zu Schabbat 23b, Schu”t hoRaschb”o Bd1/1070, Ba”ch 679 gemäss Tosfot
  21. Kol-Bo 44
  22. Sefer haEschkol (Hilchot Chanuka)
  23. Pri Megadim (M”S 679,1)
  24. Raw Schmuel haLevi Wosner (Kowez Bet haLevi zu Chanuka S.22/§1), Raw A.D. Horowitz, der Strassburger-Jeruschalaimer Raw (Schu”t Kinjan Torah Bd7/51) und Raw Menasche Klein, der Ungwarer Raw (Mischnat Chanuka 9, 4)
  25. Pri Megadim (E”A 679,1) und Schu”t Binjan Schlomo 53
  26. Siehe ausführlich in Schu”t Radwa”s (Bd2/757)
  27. Rabbi Chajim Vital (Scha’ar haKawanot, Ende ‘lnjan Chanuka’ S.109a und Pri Ez Chajim Scha’ar Chanuka Kap.4), Ben lsch Chai (P. Wajeschew 20), Ner Jisrael (-Koschnitz, S.39a) und Diwre Chajim (-Zans, zu Chanuka S.43a)
  28. Ta”s zu Schulchan Aruch (O”Ch 681,2)
  29. Siehe Me’or waSchemesch (P. Mikez 43,29)
  30. Tur und Schulchan Aruch (O”Ch 678) gemäss der Erklärung des R. Chajim Vital ibid.
  31. Aruch haSchulchan (679,3), Halichot Schlomo (Bd2/Kap.16 §67) u.a. – Trotz den erwähnten Gründen, weshalb den Chanuka-Lichtern Vorrang gewährt wird, bleibt aber noch immer die Frage offen, weshalb der Mann nicht die erwähnte ”Tadir-Regel” der Schabbat-Lichter beachtet: Er nimmt doch bei deren Zünden nicht den Schabbat auf sich und könnte danach ungehindert die Chanuka-Lichter zünden? Es scheint, erklärt jemand, dass wir dennoch befürchten, dass der Mann, wenn er die Schabbat-Lichter zündet, versehentlich den Schabbat auf sich nimmt und es daher unterlassen wird, danach die Chanuka-Lichter zu zünden (Hagahot Kirjat Chana zu Schu”A Ta”s 679,1, abgedruckt in Schu”A Ausgabe des Mechon Jeruschalajim).
  32. Tur 263 und 679 im Namen der Ba’ale haTosfot, Lewusch und Magen Awraham (679,1 und 263,18 s.a. Lewusche Srod 679,1), Elja Rabba 2, Pri Megadim (E”A 2), Ateret Skenim (679), Kaf haChajim 3 und Mischna Berura 1. [Siehe ferner Sefer haChajim (-Kluger, 679/S.82b), Schu”t Pri Jizchak (-Blaser, Bd2/8) und Schu”t weHerim haKohen Bd1/O”Ch 9].
  33. Tur 263 und 679 im Namen des Hilchot Gedolot (Hil. Chanuka), ausführlich in Bet Josef (O”Ch 263), Prischa 263 im Namen des Maharscha”l und Rem”o 263,10. S.a. Seder Raw Amrom Gaon, Sefer haPardes S.247, Minhage deBej Mahara”m miRothenburg S.71, Minhage Mahari”l (Chanuka 4 in Schinuje Nuss’chaot) u.a. [Weitere Quellen siehe unter §1].
  34. Magen Awraham und Pri Megadim (E”A 679,1), Aruch haSchulchan 3, Kaf haChajim 4 und Mischna Berura 1
  35. Oser Jisrael (-Silbiger, Chanuka 680 Birurim 8) gemäss Elja Rabba (679,2) und (Schu”t Schoel uMeschiw, Tinjana Bd2/23 gemäss Ta”s 600,2). [Siehe ferner ausführlich Nitej Gawriel (44/§5].
  36. Rem”o in Darke Mosche (671,5), Ellja Rabba 679, Pri Megadim (E”A 679,10), Derech haChajim, Scha’are Teschuwa (679,1), Mischna Berura 2 und siehe ausführlich Schu”t Mekadesch Jisrael (-Harpenes, 251), Minhag Amsterdam (Keter Schem Tov S. 517), Minhag der Sefaradim (Birke Josef 679,2 und Moed leChol Chai (-Palag’i, 27,45), Minhag Dinov (Chidusche Maharz”o zu P”M 672), Zans (Darke Chajim haChadasch 115) und Klausenburg (Halichot Chajim zu Chanuka 11), Rus’zin (Sadigura, Bojan, Behusch und Vaslui, s. Pninej Minhag Chanuka Bd3/S.67), Sqwer (Luach Ma’agal haSchana), Karlin (Diwre Aharon S.321), Dinow (Chidusche Maharz”o Hilchot Chanuka S.10b), R. Jerachmiel Mosche von Koschnitz (Sifron schel Zadikim) und Monistritch (Erche Jehoschua, Minhagim 241). Siehe ferner Schu”t Diwre Mosche (-Halberstamm, Bd1/15)
  37. Pri Megadim (E”A 671,10) und Mischna Berura (Scha’ar haZijun 679,7). – Im Schu”t Zur Jakow (Bd2/136) wird dieser angebliche Widerspruch jedoch widerlegt, da wir doch die Schabbat-Lichter erst nach den Chanuka-Lichtern anzünden. D.h. obwohl die ‘Nerot Chanuka’ bereits den nächsten Abend einläuten, wird es halachisch nicht so betrachtet, als ob jetzt bereits Nacht wäre, da man ja sonst danach die Schabbat-Lichter nicht anzünden könnte!
  38. Berachot 26b und Rambam (Hilchot Tefila 1,5)
  39. Psachim 59a
  40. Scha’are Teschuwa im Namen des Birke Josef (679,2) im Namen des R. Schmuel Awuhaw sZI. und Schu”t Lew Chajim (-Palag’i, Bd2/49)
  41. Minhag vieler aschkenasischer Gemeinden (ebenso IRG Zürich), Minhag des Mahara”m Schik (Darke Mosche haChadasch S.41) und des Mahara”m Asch (Sichron Jehuda 248), Minhag Ungarn-Oberland (Schu”t Wajizbor Josef 8,1), Raw J.Z. Duschinski der Raw von Chust-Jeruschalajim (Hadlakat Nejrot-Mahari”z S.12), Minhag Litauen, Minhag Raw Eljaschiw (siehe unter §45), Raw Mosche Sternbuch schlit”a (Tschuwot weHanhagot Bd2/342.5), Minhag Ägypten (Nehar Mizrajim Chanuka 7), Chabad (Sefer haMinhagim S.71), Tschernobel, Bobow (Jemej haChanuka S.125), Schedliz-Schenize (Orot Jehoschua S.63 u.a.)
  42. Hejchin Esra (-Harari, S.108) und Chanuka beZijon (-Muzapi, 7,6)
  43. Schu”t Maharscha”l 85, Kol-Bo, Awudraham, Aruch haSchulchan (671,26), Minhag Wischnitz (Edut biJehosaf, Chanuka 8,5), מנהגי מהריי“ו (-Sulize, 773, Neuauflage 5775), Bels (Luach Dwar Jom beJomo), Komarno (Minhagim 543), Nadworna (Orchot Jakov, Chanuka 13) u.a.
  44. Siehe ausführlich Schu”t Zur Jakow ibid., Schu”t Be’er Mosche (-Debrezin, Bd2/15) und Nitej Gawriel zu Chanuka (Schu”t 7 am Ende des Sefer)
  45. Minhage Mahari”I (Hilchot Chanuka 4), Minhag Worms (-Schamesch, Bd2/200 und 202, und Mekor Chajim 679), Sidur Schlo”H und Chid”o in Schijure Leket 671
  46. Kizur Schlo”H (Emek Bracha S.244), Sidur Schlo”H, Elja Rabba (679,1) und Kaf haChajim (671,79). S.a. ausführlich Schu”t Mekadesch Jisrael (-Harpenes, 251)
  47. Mekor Chajim 679,1, Schu”t Diwre Sofrim 62, Minhag des Würzburger Raw RJ”D haLevi Bamberger sZI. (Schu”t Secher Simcha 74), Admo”r von Machnovka (leAwdecha be’Emet S.528) u.a.
  48. Siehe Elja Rabba (679,1), dass man nicht zu Hause alleine dawenen soll. Ebenso betonte Raw Eljaschiw sZl., dass die Wichtigkeit der Tefila beZibbur bereits in der Gemara erwähnt wird, die Wichtigkeit vom Zünden vor Mincha hingegen wird nur in späteren Quellen erwähnt (Halichot weHanhagot, Chanuka 672,9).[Raw Nissim Kareli”z sZl. vermutete, dass diese Frage von den zwei erwähnten Erklärungen abhängig ist: Falls Chasal von Anfang an den Zeitpunkt des Zündens am Erew Schabbat auf vor Mincha festlegten, so soll man zuerst zünden und danach in Schul dawenen. Hingegen wenn das vorherige Zünden ein Widerspruch zu Mincha darstellt, dann soll man besser alleine zu Hause dawenen und danach zünden (Kuntras ‘Dine Hadlakat Nerot Chanuka’ von Raw J.A. Dünner, 9,2/§2)].
  49. Raw Nissim Kareli”z (ibid. 9,3 und Chut Schani 673,2/9)
  50. Pri Megadim (M”S 679,1) und Jalkut Gerschuni 679
  51. Nitej Gawriel zu Chanuka (44,8/17-18)
  52. Gemäss Nitej Gawriel aber (ibid. 18), soll man (wegen der erwähnten Regel von ‘Tadir’) auch in einem Zimmer auf diese Reihenfolge achten. Dies entspricht jedoch nicht dem üblichen ‘Minhag’! (siehe unter §24)
  53. Schulchan Aruch (680,1)
  54. Kezot haSchulchan (112,14), Chaje Adam (67,4), Nitej Gawriel (ibid. 44,14) und Raw Nissim Kareliz (ibid. 9,5) gemäss Schu”A (310,8) und Mischna Berura 33, Schu”t Schewet haKehati (Bd5/113,2), Chut Schani (Chanuka 673,2/9), Schalme Todah (Chanuka 26) u.a. [Siehe ferner Eschel Awraham (-Butschatsch, 277,3)].
  55. Magen Awraham (277,8) und Mischna Berura 18, Kezot haSchulchan und Chaje Adam ibid. [Siehe ausführlich Orchot Schabbat Kap.19 §417].
  56. Siehe Schu”t Kal kaNescher 9,3 u.a.
  57. Schmirat Schabbat keHilchata (Bd1/Kap.20 §203, Neuausgabe §231) – insbesondere, heutzutage, wo jeder auch elektrisches Licht im Esszimmer brennen hat (Raw S.S. Auerbach – siehe hierzu auch §63 und Sefer Tiltule Schabbat) und Raw Wosner (Schu”t Schewet haLevi Bd8/52) gemäss Pri Megadim (E”A 277,8). – Siehe ferner auch Schu”t Be’er Mosche (-Debrezin, Bd8/67).
  58. Schu”t Mekadesch Jisrael (ibid. 269), Chut Schani (-Kareliz, Schabbat Bd3/Kap.75), und ausführlich ‘Mukzah uBasis beSchabbat Chanuka’ (5776, S. 31), Orchot Schabbat (Kap.19 §419), Luach Dwar Jom beJomo und Minhag des Reb Itzikl von Pschevorsk-Antwerpen sZl. (Siach Jizchak S.69)
  59. Diwre Jecheskel haChadasch (Halichot weHalachot S. 375)
  60. Schu”t Mekadesch Jisrael (-Harpenes, Chanuka 263)
  61. Raw Kareliz ibid. gemäss Schu”A (311,8) und Mischna Berura (309,14 und Scha’ar haZijun 17), denn ‘Tiltul min haZad’ (die indirekte Bewegung) ist nur ‘leZorech dwar Heter’ erlaubt, aber nicht für die Notwendigkeit eines Mukzah-Gegenstands. Siehe ebenso Schu”t Mekadesch Jisrael (ibid. 261-262), Schwut Jizchak (Mukzah, 16,8) und Schu”t Kal kaNescher (9,3)
  62. Raw Eljaschiw (siehe Schwut Jizchak 16,10 und Nachlat Jisrael 12,6) und ausführlich in ‘Mukzah uBasis beSchabbat Chanuka’ (Kap.2)
  63. Raw Mosche Feinstein (Tiltule Schabbat), Raw Eljaschiw (Mukzah, Schwut Jizchak 16,8), siehe ausführlich Orchot Schabbat (Kap.19 §420), Chut Schani (ibid. S.175) und Raw Wosner (Kowez miBet haLevi zu Chanuka S.22/§4).
  64. Nitej Gawriel (Chanuka 44,18) gemäss Schulchan Aruch (277,3), Schu”A haRaw 3 und Mischna Berura 18, Schu”t Mekadesch Jisrael (ibid. 265) und Schu”t Kal kaNescher (9,3). – Gemäss Raw Kareliz soll man warten bis die Lichter der Menorah ausgelöscht sind.
  65. Nitej Gawriel (Chanuka 44,16), Minhag Wischnitz (Edut biJehosaf, Chanuka 8,3) u.a.
  66. Minhag des Reb Jankele von Pschevorsk-Antwerpen sZl. (Semirot leChanuka-Pschevorsk S.106) und Rabbi Schlomo von Bobov sZl. (Jemej haChanuka S.125)
  67. Minhag des R. Schimon Nathan Nota Biderman sZl. von Lelov-Bnei Brak (Pninej Minhag-Tessler, Chanuka Bd3/S.99)
  68. Schulchan Aruch 578,1 gemäss Schabbat 23b. Siehe die verschiedenen Meinungen hierzu ausführlich im Sefer Awne Schoham zu Chanuka (63,4-7).
  69. Raw Nissim Kareliz (Kuntras ‘Dine Hadlakat Nerot Chanuka’ von Raw J.A. Dünner, 9,1), Schu”t Riwewot Efrajim (-Greenblatt, Bd4/163.15). [-Siehe ferner Chaje Adam 154,36 und andere Beweggründe in Nitej Gawriel 44,12/§27 und §40].
  70. Raschb”o zu Schabbat 21b. – Auch andere Posskim sind der Ansicht, dass die Benutzung der Chanuka-Lichter sogar für eine Mizwa verboten sind, siehe Orchot Chajim (Hilchot Chanuka 4) im Namen des Ra’awad und Magen Awraham 673,2. [Gemäss dem Ba’al haMaor (Reso”h) und Ba’al ha’Itur zu Schabbat, ist der Gebrauch für eine Mizwa zwar erlaubt, dennoch kann auch nach ihrer Meinung nicht ein Licht für beides verwendet werden. Siehe Pri Chadasch (673,1 und 678) und Schu”t Schwut Jakov 39 im Namen von R. David Oppenheim. Siehe ferner Pri Megadim 568 E”A 2].
  71. Schulchan Aruch (O”Ch 263,1)
  72. Magen Awraham Anfang 671 und Chaje Adam (154,36). – Hinzu kommt noch die unter §69 erwähnte Ansicht der Posskim, dass auch elektrisches Licht für ‘Schalom Bajit’ ausreicht.
  73. Magen Awraham 678, Pri Megadim (E”A 678,1) und ausführlich in Schu”t Pri haSadeh (Bd4/45) gemäss Schabbat 23b und Mischna Berura 263,13. Ebenso siehe ausführlich in Nitej Gawriel (44,19/§40). – Im Sefer Jomin deChanukka (-Erlau, Bd2/18) wird hinzugefügt, dass gemäss der Ansicht vieler Rischonim, es am Chanuka gar eine Pflicht ist (lechatchila) soviele Lichter wie die Anzahl der Tage anzuzünden und sich nicht mit ”nur” einem Licht zu begnügen.
  74. Pri haSadeh ibid., Schu”t Ketaw Sofer 135, Schu”t Bet haLevi, Chaje Adam 154 und Mischna Berura 671.5. Siehe ferner Schu”t Mischne Halachot (-Klein, Bd7/84).
  75. Pri Megadim (E”A 679,2), Machazit haSchekel 2, Ma’amar Mordechai 2, Derech haChajim, Chaje Adam (154,35) und Mischna Berura (679,2)
  76. Minhag des Erlauer Raw sZl. (Imre Sofer 11/8,4)
  77. Luach Dwar Jom beJomo und Minhag des Erlauer Raw ibid. 5
  78. Chaje Adam ibid. und Kizur Schu”A (139,17)
  79. Mischna Berura ibid. und ausführlich Schu”t Mekadesch Jisrael (-Harpenes, Chanuka 259)
  80. Kaf haChajim (679,6)
  81. Pri Megadim (E”A 672,3)
  82. Machazit haSchekel (679,2), Chaje Adam und Kizur Schu”A (s.a. Schu”t Mekadesch Jisrael ibid. 253)
  83. Verschiedene Posskim
  84. Nitej Gawriel zu Chanuka (44,11/§25)
  85. Raw Wosner (Kowez Bet haLevi zu Chanuka (-Stein, S.22/4) gemäss Mischna Berura (675,14). S.a. Schu”t Mekadesch Jisrael (ibid. 188)
  86. Schulchan Aruch (673,3)
  87. Rem”o (673,3)
  88. Ta”s (673,9)
  89. Magen Awraham (673,12), Pri Megadim (M”S 9) und Mischna Berura 27
  90. Pri Megadim und Mischna Berura ibid.
  91. Minhag des ‘Terumat haDeschen’ (Leket Joscher S. 152), Minhag Worms (-Schamesch, Bd2/202), Minhag des RJ”Z haLevi Dünner (Minhage Mahari”z halevi, Chanuka 11), Minhag Bels (Luach Dwar Jom beJomo), Munkatsch (Darke Chajim weSchalom 820), Zans-Klausenburg, Spinka (Esch Tamid 66,19), Wischnitz, Nadworna (Gedulat Mordechai, Chanuka 88 und Orchot Jakov, Chanuka 13), Deyzh (Dés), Amschinov (Mischmeret haKodesch, Moadim 25,§4), Boston, Satmar (Hadlakat Ner Chanuka-Diwrej Joel S.48), Sulize (מנהגי מהריי“ו ibid.) und ausführlich Schu”t Minchat Elasar (-Munkatsch, Bd2/29), der es gar verbietet.
  92. Elef Ktaw (Bd2/978) und siehe auch Schu”t Siach Jizchak (O”Ch 354) Minhag des Raw von Tokai R. David Schik sl.
  93. Minhag Sqwer – ausser ‘Maos Zur’, welches sie am Schabbat überhaupt nicht sagen, weil sich der Inhalt um die vier Galujot und deren Leid handelt (Luach Ma’agal haSchana).
  94. Minhag Karlin (siehe Diwre Aharon 230-31), Toldot Aharon (Sechor leAwraham Bd3/59,35), Erlauer Raw (Imre Sofer 11/8,6) u.a. Siehe ferner Minhag Wischnitz (Edut biJehosaf Chanuka 8,2/§2).
  95. Minhag Frankfurt (Pninej Minhag, Chanuka Bd3/S.72), lRG Zürich u.a. Siehe auch Minhage Worms ibid.
  96. Minhag Worms (-Schamesch, Bd2/202)
  97. Minhag des ‘Terumat haDeschen’ (Leket Joscher S. 36 und 153), Minhag des Steipeler sZl. (Orchot Rabenu Bd3/S.29), Minhag Bels und Munkatsch ibid., Amschinov (ibid.), Nadworna (Orot Chajim S.170 und Orchot Jakov, Chanuka 13), Rus’zin, Wischnitz, Toldot Aharon (Sechor leAwraham Bd3/59,36) u.a.

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